Im Rahmen des 1. Sonntagscafés der Baacher Dorfgemeinschaft hat Andreas Bretträger dem Verein ein handgeschnitztes Vereinswappen überreicht. Das Kunstwerk zeigt mehrere Szenen des Baacher Dorflebens. Das Haus links oben im Eck ist unser Baacher Rathaus, welches für unsere Vereinsgründung eine so wichtige Rolle gespielt hat. Das Haus auf der rechten Seite ist unser Baacher Backhäusle welches das Zentrum unseres Dorfes darstellt. Unterhalb vom Backhäusle befindet sich der Baacher Dorfbrunnen, an welchem wir uns so gerne Mittwochs treffen. Die Frau in der Mitte ist eine Baacher Bürgerin. Auf dem Kopf trägt sie einen Krug frischen Wassers welches sie aus dem Dorfbrunnen geschöpft hat und im Arm trägt sie Brote welche sie im Backhäusle gebacken hat. Sie ist mit dem Wasser und den Broten auf dem Weg ins Rathaus um die wichtigen Herren in der Regierung zu verköstigen.

Andreas Bretträger sagt, dass Holz ihn schon in seiner Kindheit fasziniert hat: «Aus Holz lässt sich vieles herstellen, Holz ist leicht zu bearbeiten und man kann es überall und preiswert erwerben.» Letzteres war natürlich in seiner damaligen Kindheit in den Kriegs- und Nachkriegsjahren von großer Bedeutung. Und so kam es, dass er schon immer mit Holz bastelte.
Unser Kassier Reinhard Bretträger beschreibt, wie sein Vater zum Schnitzen kam: «Wenn ich mich an meine eigene Kindheit zurückerinnere, hat mein Vater immer Spielzeug für uns Kinder gebaut: Puppenstuben, Bauernhöfe, Kräne und vieles mehr. Dabei wurde er immer kreativer. Im Jahr 1975 wünschte sich meine Mutter so sehr eine geschnitzte Truhe. Zu der damaligen Zeit war dies ein sehr kostspieliges Möbelstück. Uns so kam es, dass mein Vater beschloss dies selbst zu machen. Er kaufte sich seinen ersten Satz Schnitzwerkzeug, ein dickes Brett und los ging es. Schon bald zierte dieses Schmuckstück unser zu Hause. Ab dem Moment war der Bann gebrochen. Eine neue Liebe war entstanden und mein Vater schnitzte und schnitzte. Dabei perfektionierte er sich immer mehr. Freunde, Nachbarn und Bekannte deckten sich eifrig ein mit Wandbildern, Truhen, Weihnachtskrippen und Figuren in allen Größen und Varianten. Heiligenfiguren waren genauso beliebt wie auch bäuerliche Motive oder Tiere. Als meine Eltern im Jahr 1984 einen Schreibwarenladen in Winnenden in der Paulinenstraße übernahmen waren die Holzschnitzereien mit einer eigenen Abteilung eine feste Größe und durchaus auch als zweites Standbein für den Betrieb anzusehen. Inzwischen ist mein Vater im Ruhestand und betreibt seine Schnitzerei nicht mehr erwerbsmäßig. Lediglich für gute Freunde wird hier und da mit viel Liebe ein Kleinod angefertigt.»
So wie jetzt auch die Baacher Dorfgemeinschaft zu ihrem Wappen gekommen ist.







