Am Samstag, 17.10. wurde der Ortsverein „Baacher Dorfgemeinschaft“ im Rahmen einer offiziellen Gründungsversammlung ins Leben gerufen. Unter den 36 Anwesenden waren auch Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, die Baacher Stadträte Renate Sanzenbacher und Martin Oßwald-Parlow sowie der ehemalige Bürgermeister von Baach Franz Stark.
Bis zur Versammlung hatten sich rund 60 Gründungsmitglieder angemeldet. Renate Sanzenbacher lobte das Engagement der Baacher*innen, die bereits seit April mit der Aktion „Baacher helfen Baachern“ Einkaufshilfe für ältere Mitbürger und Nachbarn in Quarantäne anbieten und nun mit viel Energie die Vereinsgründung des Ortsvereins vorantreiben.
Als 1. Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung Jan Türk, 39. Den 2. Vorsitz übernimmt Michael Dettenmaier, 49. Die Aufgabe des Kassiers obliegt Reinhard Bretträger und als Schriftführer wurde Dirk Bloksma gewählt.
„Die Baacher Dorfgemeinschaft soll dazu beitragen, das Miteinander im Winnender Teilort Baach zu stärken und die Bewohner und Generationen besser miteinander zu vernetzen“, sagt Jan Türk und erklärt: „Da Baach ein reiner Wohnort ohne Supermarkt und Kneipe ist, bieten sich nur wenige Anlässe, mit den Mitbürgern ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Der Verein möchte Baacherinnen und Baachern Raum bieten, eigene Ideen für den Ort zu entwicklen und auszuprobieren.“
Bei einer im letzten Herbst durchgeführten Umfrage wurden bereits zahlreiche Vorschläge für ein aktiveres Dorfleben und die zukünftige Nutzung des Baacher Rathauses gesammelt. „Diese möchte der neugegründete Verein nun auswerten. Wenn wir es schaffen, nur ein paar dieser Ideen umzusetzen, haben wir schon viel für Baach und die Menschen hier erreicht“, meint Jan Türk.
Die Zukunft des alten Schul- und Rathauses ist ein weiteres Thema, das dem Verein am Herzen liegt. Ob das Rathaus erhalten, renoviert, umgebaut oder abgerissen wird, ist noch offen. Der Gemeinderat hat den Baachern bis zu seiner endgültigen Entscheidung Zeit eingeräumt, eigene Vorschläge für das Gebäude zu unterbreiten. Diese Möglichkeit möchte der Verein nutzen und ein eigenes Nutzungskonzept erarbeiten. Michael Dettenmaier sagt dazu: „Für eine saubere und ganzheitliche Betrachtung werden wir einen Ausschuss einberufen, der die verschiedenen Konzepte bewertet und miteinander vergleicht. In einer Mitgliederversammlung wollen wir dann die Ergebnisse vorstellen und unsere Mitglieder über die weitere Verwendung des Rathauses abstimmen lassen.“
Bereits am kommenden Dienstag (20.10.20) ist das Rathaus wieder auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. „Die Vereinsgründung war ursprünglich für Mai geplant. Durch Corona haben wir viel Zeit verloren. Darum hoffen wir darauf, dass der Gemeinderat die Entscheidung noch einmal vertagt und uns mehr Zeit einräumt, eigene Ideen zu entwickeln“, hofft Michael Dettenmaier. Die Versammlung fand in der Gemeindehalle Höfen-Baach statt und durfte nach Genehmigung eines Hygienekonzeptes durch die Stadt Winnenden und unter Beachtung der Hygienevorschriften durchgeführt werden.







